Kunsthalle Oktogon Hitzacker

 

Am Landgraben 1, 29456 Hitzacker (Elbe)

Öffnungszeiten: Mi,Sa,So 15°°- 17³° Uhr

Bilder und Filme zum Thema
LIEBE + TOD
von Dietmar Buchmann

Ausstellung vom 4. bis 26. Juli 2020

Eröffnung 4.7. - 15 Uhr

VANITAS

Malerei und Grafik

Vanitas-Motive aus 3 Jahrzehnten

Ohne dass sich der Maler und Filmemacher Dietmar Buchmann des Themas Vanitas bewusst angenommen hätte, tauchten die verschiedensten Vanitas-Symbole, die auch die Kunstgeschichte unter vielen anderen dem Vanitas–Thema zuordnet, immer wieder in seinem bildnerischen Schaffen auf. Die Ausstellung zeigt ein Großteil dieser Arbeiten aus 30 Jahren. Vanitas ist die Vorstellung von der Vergänglichkeit allen irdischen Seins. Angesichts des Todes ist das Leben nur leerer Schein, nichtig, eitel, vergeblich. Im späten Mittelalter findet das Vanitas-Thema Eingang in die bildende Kunst. Das Motiv des Totentanzes verbreitet sich von Frankreich aus in ganz Europa. Das memento mori (Gedenke, dass du sterben musst) durchzieht die Kunst der Renaissance - Schönheit und Verfall werden miteinander verbunden – und findet seinen Höhepunkt im Barock, wo es in allen Kunstgattungen zu finden ist, Vor dem Hintergrund grassierender Pestseuchen, der Gräuel nicht enden wollender Religionskriege und gleichzeitig bombastischer Pracht- und Machtentfaltung entstehen besonders in der niederländischen Malerei kunstreiche und bis heute bewunderte Vanitas-Darstellungen. Der Totenschädel, die verlöschende Kerze, die Sanduhr, welke Blumen, aber auch der Narr sind von den unzähligen Symbolen die bekanntesten. Vanitas ist auch in der modernen Kunst gegenwärtig, Der Künstler Damien Hirst erzielt heute mit präparierten Kadavern und Diamanten besetzten Totenschädeln Höchstpreise.

catwalk
reifen

Filme: 10. + 17. Juli 2020 19 Uhr

jeweils beide (à 45 min)

1994 stellte Dietmar Buchmann für einen Themenabend des deutsch-französischen Kulturkanals arte zu dem Thema Eros und Religion 2 Filme her:

Kama Kala

Rituale der Liebe

Film von Dietmar Buchmann
(Buch, Regie, Produktion)

Breite Hüften, schmale Taille, große feste Brüste: die aus Tonschlamm und Stroh gefertigten Nachbildungen der Göttin Sarasvati entsprechen einem jahrhundertealten, noch immer gängigen Schönheitsideal. " Wahrlich, Feuer ist das Weib" heißt es in einer alten indischen Schrift "ihr Geschlecht ist das Brennmaterial, ihre Scheide sind die Flammen, ihre Wollust sind die Funken". In dieses Feuer gießen die Götter ihren Samen als Opfergabe. In hinduistischer Weltsicht lebt das ganze Universum von der Spannung des weiblich-männlichen Gegensatzes. Zu den schönsten Darstellungen erotischer Kunst in Indien zählen die Skulpturen auf den Mauern des Sonnentempels in Konarak/Orissa.

 

konaraker
kalishakta
kamakala

 

Hier wohnt die Glückseligkeit

Film von Dietmar Buchmann
(Buch, Regie, Produktion)

Etwa um 1500 vor Christus dringen die kriegerischen Hellenen von Norden her in Griechenland ein. Ein gewaltiger Krieg beginnt. Die Götter der Hellenen verführen und vergewaltigen die Muttergottheiten und zeugen das machtvolle Geschlecht der Olympier. Die Zeit der patriarchalischen Zivilisation beginnt. Der Film ist eine Reise in die Welt des Eros: Sie führt von Arkadien, dem " Paradies" der vorhellenischen Hirtenkultur, nach Pompeji mit seinen Ausgrabungsschätzen erotischer Kunst bis ins Neapel unserer Tage mit seinen heidnisch-christlichen Liebesbräuchen.

 

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