Veranstaltungen im Atelierhaus Lichtenberg 2025

 

 

16. Mai 2025 - 19 Uhr

BASTA THEATER

500 Jahre UTOPIA

Eine musikalisch-szenische Zeitreise

Rudi Rhode: Gesang, Akkordeon, Texte & Michael Gustorff: Bass, Samples
Seit 500 Jahren entwerfen Menschen ihre Träume von einer besseren Welt – oft in der Form von Romanen, Projekten, Songs oder Theorien. In einem Gang durch die Jahrhunderte zeichnet das Basta-Musik-Theater die Geschichte der Utopien nach und verdeutlicht: „Eine bessere Welt muss erträumt und erkämpft werden“ (Ernst Bloch). Auch und gerade heute, da unser Planet vor dem Kollaps steht.
Originalzitate von Thomas Morus, Karl Marx, Ernst Bloch, Martin Luther King oder Greta Thunberg wechseln ab mit utopischen Songs von Rio Reiser, John Lennon, Manu Chao, Bob Dylan und dem Basta-Musik-Theater. Kaum zu glauben – aber auch mit Akkordeon, E-Bass und Samples lässt sich grooven, rocken & rollen.

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24. Mai 2025 - 19 Uhr

LEONARD COHEN
HALLELUJAH & SCHALOM

Ein Abend über Leonard Cohen mit Lutz Debus und Holger Jenrich

Leonard Cohen (1934 – 2016) war vieles: Jude und Buddhist, Musiker und Schriftsteller, introvertierter Frauenschwarm und intellektueller Poet. Er schrieb und sang über Freiheit und Liebe, Tod und Religion. Und er schuf Songs, die man eigentlich zum Weltkulturerbe erklären müsste: „Bird on a Wire“, „Suzanne“, „Hallelujah“. Lutz Debus und Holger Jenrich bewegen sich musizierend und erzählend durch sein Leben. Eine Hommage an Leonard Cohen mit Liedern, Texten und persönlichen Erinnerungen.

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4.Juli 2025 - 19°° Uhr ausgefallen

LUISA FRANCIA

Lesung

Die Macht des Verborgenen

Luisa Francia: Aus meinem Buch "Die Macht des Verborgenen" lese und erzähle ich. Es geht um Geheimnisse, um die rätselhaften Vorgänge im Körper, um Lüge und Betrug und um alles, was wir nicht wissen. "Für jede Frage, die wir beantworten können, tun sich tausend Fragen auf, die wir nicht beantworten können," sagen Wissenschaftler*innen.
Nach der Lesung kommen wir ins Gespräch.
Luisa Francia (*1949) hat über 30 Bücher veröffentlicht. In Afrika, Indien, Nepal, Tibet und vor allem in Europa erforschte sie auf ihren Reisen traditionelle Heilrituale und den Schamanismus. Sie unterrichtet Yoga und arbeitet mit Körper, Stimme, Trance und Tarot.
Wer mehr wissen möchte, sei auf ihr Internet-Tagebuch www.salamandra.de verwiesen.

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Atelierhaus Lichtenberg, Eichenkamp 5, 29497 Lichtenberg Tel.: 05883-9897359, margaretepetersen@gmx.de

 

21. Juni 2025 - 19°° Uhr

Rainer Werner Fassbinder

Filmabend

Fassbinder produziert – Film Nr. 8 Ein frühes making of, s/w, 30 min, 1970 Film von Michael Ballhaus und Dietmar Buchmann

Fassbinder beginnt die Dreharbeiten zu seinem 8. Film in Berlin. Die Rollen sind besetzt mit den Schauspielern seines „Clans“, dem Antitheater-Kollektiv.
Günter Kaufmann, mit dem er eine Beziehung hat, und Hanna Schygulla sind die Hauptdarsteller. Von Anfang an herrscht Krisenstimmung.
Alle sind überarbeitet, müde, schlecht drauf. Der Alkoholkonsum nimmt zu. Es kommt zu persönlichen Spannungen zwischen Hauptdarsteller und Regisseur. Beim Dreh in der hell erleuchteten, riesigen Eingangshalle des Flughafens Tempelhof ist der Höhepunkt der Krise erreicht.
Fassbinder aber ist verschwunden. Allgemeine Verunsicherung, der Film wird abgebrochen. München, Fassbinder kommt aus Paris zurück, ersetzt die Darsteller, mit denen es Diskrepanzen gab, und dreht den Film in 9 Tagen ab.
Zwischendurch heiratet er in einer Drehpause die Schauspielerin Ingrid Caven. Nach 6 Tagen Endfertigung ist der Film „Der amerikanische Soldat“ fertig.

Fassbinder

Der amerikanische Soldat s/w, 80 min, 1970

Drei korrupte Münchner Polizisten wollen sich einiger lästiger Krimineller entledigen. Dazu heuern sie den Berufskiller Ricky an. Wortkarg und eiskalt führt Ricky den Auftrag aus.
Als sich Rosa, die Freundin eines Polizisten, in Ricky verliebt, erhält Ricky einen weiteren Auftrag: Er soll Rosa töten. Fassbinders „Der amerikanische Soldat“ ist eine gnadenlos hinreißende Reminiszenz an den US- amerikanischen Gangsterfilm.
Mit hellen Anzügen und schmalen Krawatten, die Bogart-Hüte tief in die Gesichter gezogen, imitieren die deutschen Schauspieler ihre „kriminellen“ Idole. Fassbinders „Gangster aus dem Hinterhof“ funktionieren überraschend gut, was nicht zuletzt an den dunklen, expressiv ausgeleuchteten Bildern des Kameramanns Dietrich Lohmann liegt

 

19. Juli 2025 - 19°° Uhr

„MEINE SONNENALLEE“

Notizen aus Neukölln von und mit Jan Feddersen

Lesung

Autor Jan Feddersen ist gebürtiger Hamburger, wohnt aber seit fast 30 Jahren an der Sonnenallee im Berliner Bezirk Neukölln.
Kaum eine Straße in dem berühmt-berüchtigten Kiez der Hauptstadt ist so verrufen wie diese. Doch die wahren Verhältnisse sprechen eine differenziertere Sprache. wie der Fall der Mauer im November 1989 oder das Hamas-Massaker im Oktober 2023 haben den Charakter des Viertels im Laufe der Jahrzehnte gleich mehrmals beeinflusst und verändert.
Was die Sonnenallee wirklich ausmacht, wer dort lebt und wer nicht, wie das Leben rund um diese Straße tickt – darüber hat der Journalist und Redakteur der linken Tageszeitung (taz) ein Buch geschrieben: „Meine Sonnenallee“.
Jan Feddersen erzählt über das Auf und Ab, das Wohl und Wehe seines zur Heimat gewordenen Quartiers. Und er zeigt, welche Fragen wir wirklich über unser Zusammenleben stellen sollten.

Feddersen
cover

 

16. August 2025

Sommerfest im Atelierhaus Lichtenberg

Theater im Garten

Geschichte einer Tigerin
von Dario Fo

Eine politische Comic-Komödie, ein Meisterwerk des komischen Stehgreifspiels! 'Die Geschichte einer Tigerin' erzählt von einem chinesischen Revolutionskämpfer, der „den Tiger hat“, was im Chinesischen bedeutet, dass er niemals aufgibt, bis zur Selbstaufgabe Widerstand leistet. Nach einer schweren Verletzung wird er von einer Tigerin wieder aufgepäppelt. So leben Soldat, Tigerin und ihr Junges eine Weile in einer Art Patchwork-Familie zusammen, bis der Soldat von den familientypischen Diskussionen so genervt ist, dass er lieber in die vom Krieg bedrohte Welt zurückkehrt. Ein echter Dario-Fo: absurd und mit anarchischem Witz. Theater pur. Es spielt frech und frivol Kerstin Wittstamm. Eine Produktion der Freien Bühne Wendland. Regie Caspar Harlan.

Einlass und Eröffnung des Büffets um 19 °° Uhr
Beginn der Theater-Vorstellung um 20°° Uhr
Danach, wer möchte, Tanzvergnügen im Saal

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30. August 2025 - 20 Uhr

Die Freie Bühne Wendland zu Gast im Atelierhaus Lichtenberg

GOLDREGENRAUSCH

von Kerstin Wittstamm (Schauspiel) und Caspar Harlan (Regie)
nach dem Roman von Claudia Schreiber.

Greta ist die Schwester von Maries Vater. Sie hat Marie aufgezogen, weil die von den Eltern vernachlässigt wurde. Marie, die zu einem Ausland-Studium aufbricht, kommt zu Greta, um sich zu verabschieden. Greta will ihrer Nichte unbedingt noch etwas erzählen, was ihr aber nicht leicht fällt. So entwickelt sich der Dialog zwischen den beiden Frauen zu einer erschütternden Lebensbeichte. Ein Dialog zwischen Greta, gespielt von Kerstin Wittstamm und der von ihr selber geschaffenen und gespielten Puppe Marie. Auch wenn darin eine Handpuppe mitspielt, fehlt von verspielter Niedlichkeit jede Spur. Stattdessen wirft das Stück Licht auf ein Thema, das häufig totgeschwiegen wird: Kindesvernachlässigung und sexualisierte Gewalt – und zwar speziell auf dem Land. Durch das Puppenspiel wird die rüde Geschichte der Realität ein wenig enthoben, geeignet für Jugendliche und Erwachsene.

goldregenrausch

Foto: Jochen Quast

 

13. September 2025 - 19 Uhr

George Grosz und Else Lasker-Schüler

eine geräuschvolle Annäherung

Gabriele Hasler Stimme, Sachen

Reinhard Krökel Stimme, Sachen

Der Schauspieler Reinhard Krökel und die Sängerin Gabriele Hasler haben ein gemeinsames Programm mit Texten von George Grosz und Else Lasker-Schüler erarbeitet. Schwärmerische Innigkeit kontrastiert mit krachendem Expressionismus, überraschende Wortschöpfungen fliegen vorbei, es wird leise, es wird laut...
Die Leseperformance schwankt gekonnt zwischen Sprache und Musik, unterstützt von diversen Klangobjekten.
(90 Minuten mit Pause)

grosz

Bios

Gabriele Hasler, Sängerin und Komponistin, ist seit den frühen 80ern im Bereich des zeitgenössischen Jazz tätig und tourte u.a. für das Goetheinstitut weltweit. Sie erhielt zahlreiche Kompositionsaufträge, u.a. für Chöre und Musiktheater. Ihre Solo CD „Herden und andere Büschel“ erhielt den Deutschen Schallplattenpreis 1/21 in der Kategorie Grenzgänge. Als hochenergetische Improvisatorin forscht sie im Unterholz der Klänge.

Reinhard Krökel, Schauspieler und Autor, hat an zahlreichen Theatern in Deutschland gearbeitet und in Film- und Fernsehproduktionen mitgewirkt. Als Drehbuchautor war er u.a. an Serien wie „Hubert und Staller“, „Finanzamt Mitte“ und verschiedenen Comedyserien beteiligt. Sein leidenschaftliches Interesse gilt dem Dadaismus und der Verbindung von Sprache, Musik und Rhythmus.

 

Ausstellung in der Kunsthalle Oktogon /Hitzacker

 

28.09. - 19.10.25

Vernissage: Sonntag, 28.09.25 - 15: 00 Uhr

Bilder von Margarete Petersen + Dietmar Buchmann

Wenn durch den Prozess des Trennens, Schneidens und Zusammensetzens etwas sichtbar bleibt, dann nennt es sich Bildkomposition. Wenn das Bild spricht, dann in den lautlosen Tönen der Farben, Licht und Schattenmuster. Wenn auf der Augennetzhaut im Moment des Betrachtens ein Reflex des Bildes bleibt, dann kann sich vielleicht eine Art Gespräch entwickeln.
Margarete Petersen hat der Auswahl ihrer Werke, die sie im Oktogon ausstellt, den Titel Anatomie des Flüchtigen gegeben.
Collage, Papier und Fotos, Pinsel und Messer, Farbpigmente, Tinten und Eiweißlasurfarben sind die Mittel ihrer dichten und differenzierten Kompositionen

margarete Margarete Petersen: Schlaflose Nächte

Dietmar Buchmanns Geheimnis der alten Säcke ist Malerei auf alten Sackstoffen und anderen Textilien.
Seine Bilder sind gegenständlich und erzählend.Alte Säcke, gewebt aus oft exotischen Fasern wie Jute, Kokos, Hanf, Sisal, in denen bäuerliche Produkte, Kartoffeln, Rüben und alle Sorten Getreide transportiert, gewogen und gehandelt wurden, finden sich im Wendland zuhauf auf den Dachböden alter, früher landwirtschaftlich genutzten Gebäuden.
Grundiert mit Knochenleim und Ton sind sie ein schöner, erdiger Malgrund, abenteuerlich im Prozess, mit interessanten Strukturen.

dietmar Dietmar Buchmann: SAΪS

Kunsthalle Oktogon, Am Landgraben 1, 29456 Hitzacker (Elbe)
Öffnungszeiten: Mi.,Sa. und So. von 15:00 – 17:30 Uhr